Seligsprechungsverfahren Johann Evangelist Wagners
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Übergabe der Positio Regens Johann Evangelist Wagner an Papst Benedikt XVI.

 

 
Copyright Servizio Fotografico de L´O.R.
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Am Mittwoch, 8. August 2007, konnte S. E. Dr. Walter Mixa in Castelgandolfo die Positio dem Heiligen Vater überreichen. Durch die vielfältigen Beziehungen zu Dillingen ist dem Papst Regens Wagner und das von ihm gegründete Werk sehr wohl bekannt.

Herzliche Grüße und den apostolischen Segen ließ er übermitteln an die Verantwortlichen des Regens-Wagner-Werkes, die Schwestern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Jetzt heißt es einfach Warten bis eine gute Botschaft aus Rom eintrifft: Die Seligsprechung findet statt im Hohen Dom zu Augsburg (?) am . (?)

Das wird ein Fest!


 

Dillingen, den 20. August 2007

Prälat Hans Frieß
Direktor
der Regens-Wagner-Stiftungen




Der Weg des Seligsprechungsprozesses in der Kongregation für Heilig- und Seligsprechungen des Vatikans

 
Positio
Positio
 

Am Mittwoch in der Karwoche 2007 überreichten Prälat Hans Frieß, die Vizepostulatoren Sr. Gertraud Feihl OSF und Dr. Karl Pörnbacher, die Positio (Akten des Seligsprechungsverfahrens, insgesamt 1.615 Seiten) an Bischof Dr. Walter Mixa im hohen Dom zu Augsburg.

In weiße Seide gebunden, verziert mit dem päpstlichen Wappen, werden die zwei Bände der Positio vom Bischof in Kürze Papst Benedikt XVI. überreicht. Links vom Bischof: Offizial Msgr. Ernst von Castell, rechts Domdekan Prälat Konstantin Kohler.

400 Priester und 900 Gläubige hatten sich anlässlich der Chrisammesse im Dom versammelt.

Dillingen, den 18. April 2007

Prälat Hans Frieß
Direktor
der Regens-Wagner-Stiftungen




Der Seligsprechungsprozess "Regens Johann Evangelist Wagner" hat auf der Zielgeraden eine entscheidende Hürde genommen

Die Historische Kommission hat am Dienstag Nachmittag, 16. Januar 2007, in der Kongregation für Heilig- und Seligsprechungen des Vatikans getagt. Die causa Regens Wagner hat von allen fünf Historikern ein positives Votum erhalten. Damit ist eine entscheidende Hürde überwunden.

Dem weiteren Weg der causa steht nichts mehr entgegen. Der nächste und letzte Schritt ist die Prüfung durch den "Theologischen Kongress". Es ist eine Frage der Zeit, wann die Unterlagen dort geprüft werden. Hohe Würdenträger, bis hin zum Heiligen Vater, können den Prozess beschleunigen: Zum Beispiel könnte es die Frage der ethischen Einstellung zur Würde des Menschen, auch in seiner Behinderung, in der heutigen Zeit sein. Die klare Haltung und der überaus tatkräftige Einsatz auf diesem Gebiet weist Regens J. E. Wagner als großes Vorbild auch in der Gegenwart aus.



Dillingen, den 19. Januar 2007

Prälat Hans Frieß
Direktor
der Regens-Wagner-Stiftungen


Abschluss des bischöflichen Erhebungsverfahrens zur Seligsprechung von Johann Evangelist Wagner, das Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz am 19. März 2001 eröffnet hatte.



Msgr.Frieß
Msgr. Hans Frieß

"Auf den Leuchter gehört das Licht, nicht in einen Winkel", so schreibt Johann Ev. Wagner in einer Betrachtung zu Lukas XI. 33-36. an einem 3. Mai in seiner Studienzeit. Mit diesen zutreffenden Worten begrüßte Direktor Msgr. Hans Frieß den Hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof Dr. Viktor Josef Dammertz, alle am Seligsprechungsprozess Beteiligten, sowie die Gäste, die sich am 3. Mai 2004 in der Begegnungsstätte St. Stanislaus in Dillingen zum offiziellen Abschluss des diözesanen Verfahrens zur Seligsprechung von Johann Ev. Wagner (1807-1886) versammelt hatten.

 
Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz
Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz
 


"Ich glaube fest und zuversichtlich, dass Regens Wagner ein Licht für die Menschen ist, das auf den Leuchter gestellt werden soll", betonte auch Bischof Dr. Dammertz und er übergab nun das Aktenmaterial des Erhebungsverfahrens dem Rechtsanwalt und Postulator des Prozesses Dr. Andrea Ambrosi, damit er es an die dafür zuständige Kongregation für Selig- und Heiligsprechung in Rom weiterleite.




 
Aktenmaterial des Erhebungsverfahrens
Aktenmaterial des Erhebungsverfahrens
 

Die Akten bestehen aus wichtigen Dokumenten, den Protokollen der Zeugenvernehmungen und einer Biographie über Leben und Wirken von Johann Ev. Wagner. Das letzte Blatt der gesamten Dokumentation trägt die Seitenzahl 5073.

 
Prozessakten
Prozessakten
 

Das Original der Prozessakten wird im Archiv des Bischofs von Augsburg verwahrt während zwei Kopien davon in einem großen Koffer verpackt und mit dem bischöflichen Siegel versehen von Dr. Ambrosi zur Kongregation für Selig- und Heiligsprechung nach Rom gebracht werden.

Zwei Notare, Dieter Bensch und Dr. Wolfgang Jorden überwachten die Prozessarbeit von Anfang an und. beurkundeten die dreifache Ausführung der Dokumentation mit rund 15 200 Seiten

Der Direktor des Regens Wagner Werkes Msgr. Hans Frieß freute sich über die große Zahl der Gäste und bedankte sich beim Hochwürdigsten Herrn Bischof und allen am Prozess Beteiligten. Er wies auf die von der Vizepostulatorin Sr. Gertraud Feihl zusammengetragenen umfangreichen Vita hin, in der deutlich wird, welch hohes Maß an verantwortungsvollen Aufgaben Johann Ev. Wagner in seinem Leben bewältigte und wie er als Mann der Tat zu einem Licht geworden ist, das bis heute seine Leuchtkraft nicht verloren hat.

 
Gäste
Gäste
 




 
Chor der Schwestern
Chor der Schwestern
 

Der Chor der Schwestern umrahmte die erhebende Feier mit Instrumentalmusik und Gesang.

 
Mitglieder des Gerichtshofes
Mitglieder des Gerichtshofes
 



Zum Schluss dankte Vizepostulatorin Schwester Gertraud Feihl dem Augsburger Bischof und den Mitgliedern des Gerichtshofes, Domdekan Prälat Konstantin Kohler als "Judex delegatus", Offizial Msgr. Dr. Ernst Freiherr von Castell als "Promotor justitiae", dem Postulator Dr. Andrea Ambrosi, dem Vizepostulator Dr. Karl Pörnbacher und der Schriftführerin Schwester Waltraud Löckler, OSF, für alle ehrenamtlich geleistete Arbeit.

 
Vizepostulatorin Sr. Gertraud Feihl
Vizepostulatorin Sr. Gertraud Feihl
 

Ebenso herzlich dankte sie den beiden Notaren, den Mitgliedern der Historischen Kommission und der Theologischen Kommission, ihren Mitschwestern und vielen Ungenannten für ihre wertvolle Mitarbeit. Sie hob hervor, dass nur durch das überaus wohlwollende, harmonisch engagierte Miteinander aller, das Verfahren in der verhältnismäßig kurzen Zeit "molto bene" zum Abschluss gebracht werden konnte.

Zwei Theologen, Prälat Professor Dr. Dr. Anton Ziegenaus und Domkapitular em. Prälat Professor Dr. Georg Schmuttermayr überprüften vor Beginn der eigentlichen Prozessarbeit die veröffentlichten Schriften von Regens Wagner, um festzustellen, ob er in seiner Ansicht und Lehre mit dem Standpunkt der katholischen Kirche konform ist.

Die Theologische Kommission bildeten Prälat Professor Dr. Hermann Lais und Professor Dr. Joachim Piegsa. Der Historischen Kommission gehörten Oberarchivrätin Doris Bauchrowitz, Professor Dr. Pankraz Fried, Prälat Professor Dr. Peter Rummel und Studiendirektor Karl Baumann an.

Das gesamte Verfahren bestand aus zwei unabhängigen Prozessen: dem sogenannten "Wunderprozess" und dem "Seligsprechungsprozess". Im ersten Prozess, dem "Erhebungsverfahren zur Anerkennung eines Wunders auf Fürsprache von Regens Johann Ev. Wagner", der am 29. November 2001 durch Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz eröffnet und ein Jahr später, am 13. Nov.2002 geschlossen werden konnte, wurden in elf Sitzungen die Vernehmungen von zwölf Zeugen und die Berichte zweier medizinischer Gutachter protokolliert. Die Unterlagen dafür liegen bereits an der Kongregation für Selig- und Heiligsprechung in Rom zur Überprüfung.

 
Regens Wagner
Regens Wagner
 

Im zweiten Prozess waren 18 Sitzungen des Gerichtshofes nötig, um die 12 Zeugen zu vernehmen und andere wichtige Dokumente zu erstellen.

Die großartige, lautere Persönlichkeit Wagners beeindruckte alle, die sich in den drei Jahren intensiv mit ihr beschäftigten. Sie waren fasziniert von dem, was ein Mensch bewegen und bewirken kann, wenn er sich nicht selber sucht, sondern sein Leben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt.

Wir hoffen nun, dass unsere Bemühungen in nicht allzu ferner Zeit zum Erfolg führen.

Kontaktbesuch in Rom vom 22. - 25. Mai 2005

Die Übergabe der Prozessakten an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse beim Vatikan lag bereits ein Jahr zurück, als sich Sr. M. Gertraud Feihl, OSF, und Direktor Msgr. Hans Frieß nach Rom aufmachten. Sie wollten sich nach dem Fortgang des Seligsprechungsverfahrens von Johann Evangelist Wagner erkundigen. Sie waren zu diesem Schritt von verschiedenen Seiten ermuntert worden, denn durch persönliche Kontakte mahlen zwar Gottesmühlen nicht schneller, jedoch könnten behördliche Vorgänge im Vatikan vorangebracht werden.
Während ihres Aufenthaltes in Rom vom 22. - 25. Mai 2005 konnten Schwester Gertraud und Direktor Frieß die für den Seligsprechungsprozess wichtigsten Personen sprechen: Kardinal José Saraiva Martins, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Erzbischof Edward Nowak, Sekretär der Kongregation, Pater Ambrogio Eszer, Relator, und Sr. Dr. Elisabeth Braunbeck, Protokollführerin.

 
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Msgr. Hans Frieß, Erzbischof Edward Nowak, Sr. M. Gertraud Feihl
 


Pater Ambrogio Eszer, OP, bearbeitet und betreut als Relator die Seligsprechungsverfahren aus dem europäischen und damit dem deutschsprachigen Raum. Sr. Dr. Elisabeth Braunbeck ist Protokollführerin und Kennerin der verschiedenen Verfahren und Vorgänge in der Kongregation. Sie begleitete die beiden Besucher aus Bayern bei den verschiedenen Gesprächen und fungierte als Dolmetscherin. Schwester Gertraud und Direktor Frieß hatten den Eindruck, dass sie mit ihren Kontakten Erfolg hatten: Der nächste Schritt im Seligsprechungsverfahren, die "Feststellung der Rechtsgültigkeit", werde zügig erreicht werden. Die Rechtsgültigkeit stellt fest, dass die bisherigen Schritte im Verfahren formal richtig sind. Danach kann die inhaltliche Prüfung der Prozessakten beginnen.
Schwester Gertraud und Direktor Frieß überreichten ihren Gesprächspartnern unter anderem eine von Schwester Animata gestaltete Kerze aus Dillingen und eine kleine Beschreibung des Lebens und Wirkens von Johann Evangelist Wagner in italienischer Sprache. Darin ist kompakt begründet, warum die Seligsprechung Johann Evangelist Wagners für die heutige Zeit von Bedeutung ist: Als Theologieprofessor und Regens des Priesterseminars bildete und prägte er eine ganze Generation von Klerikern, er setzte sich persönlich für Menschen mit Behinderung ein und nahm sich ihrer an, er trat für den Schutz des Lebens ein und bekämpfte mit geistigen Waffen die damals aufkeimende Idee von lebensunwertem Leben.
Überraschend wurden Schwester Gertraud und Direktor Frieß zu einem Empfang in ihrem Gästehaus Campo Santo eingeladen, wo sie Papst Benedikt XVI. begegneten. Schwester Gertraud konnte dem Papst ein Präsent überreichen und ihm herzliche Grüße von den Dillinger Franziskanerinnen und von Regens Wagner Dillingen mit seinen dort arbeitenden und lebenden Menschen ausrichten. Er bedankte sich und erwiderte die Grüße zurück nach Dillingen.

 
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Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit Gästen des Stehempfanges
 

Zum Abschluss der Reise hatte der frühere Generalvikar der Diözese Augsburg und jetzige Botschaftsrat Prälat Dr. Eugen Kleindienst in die Deutsche Botschaft eingeladen. Es war sehr interessant, mit ihm die Katholische Kirche in Deutschland aus römischem Blickwinkel zu betrachten.

 
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Prälat Dr. Eugen Kleindienst und Msgr. Hans Frieß vor der deutschen Botschaft in Rom
 




Rechtsgültigkeit festgestellt


Der Postulator des Seligsprechungsverfahrens, Dr. Andrea Ambrosi aus Rom, hat das Dekret der Rechtsgültigkeit der Causa Regens J. E. Wagner vom 10. Juni 2005 zugesandt. Die Prozessakten sind geprüft und juristisch für einwandfrei befunden worden. Damit kann der nächste Schritt im Seligsprechungsprozess beginnen: Die Würdigung der Vita von Johann Evangelist Wagner